Medien zwischen Staat, Recht und Öffentlichkeit
Wir freuen uns für Euch einen grossartigen Medientag organisieren zu können:
Wann: Samstag, 28. Februar 2026
Wo: Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern
Türöffnung: 9:30 Uhr
Beginn: 10:00 Uhr
Ende: 16:00 Uhr (vorgesehen – mit vielleicht Nachgang an der Bar …)
www.bernermedientag.ch
www.hotelbern.ch
Unsere ReferentInnen:

10 Uhr: Martin Stoll, Geschäftsführer, Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch
Recht haben reicht nicht – Warum Demokratie hartnäckige Medien braucht
Transparenz ist kein Selbstläufer. In der Praxis werden Zugangsrechte immer wieder verzögert, erschwert oder ausgehöhlt. Gerade in rauen Zeiten kommt den Medien eine zentrale Rolle zu: demokratische Werkzeuge zu nutzen, sie zu verteidigen und Öffentlichkeit dort herzustellen, wo Macht wirkt.
Kurze Pause
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11 Uhr: Bernard Maissen, Direktor des BAKOM – hat an der Universität Freiburg Germanistik, Geschichte und Journalismus studiert und war danach in verschiedenen Funktionen als Journalist und Chefredaktor tätig. Vor seinem Wechsel ins BAKOM 2018 war er Chefredaktor und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizerischen Depeschenagentur sda. Bernard Maissen bildete sich in Managementfragen weiter, war Mitglied der Programmkommission der Schweizer Journalistenschule (MAZ) in Luzern und gehörte von 2013 bis zum Eintritt ins BAKOM der Eidgenössischen Medienkommission (EMEK) an.
12 Uhr: Mittagessen, offene Diskussions- und Gesprächszeit
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14 Uhr: Prof. Dr. Franziska Keller, Assistenzprofessorin, Universität Bern, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Hinter geschlossenen Türen – Politik in demokratischen und autoritären Systemen verstehen
Die Medien sollen als die vierte Gewalt dafür sorgen, dass Missbräuche der Exekutive, Legislative und Judikative aufgedeckt und verhindert werden können. Solche Missbräuche erfolgen aber häufig entlang informeller Netzwerke, zu denen Aussenstehende kaum Zugang erhalten. Wie können wir sicherstellen, dass die Öffentlichkeit auch in der Zeit eines Rückschrittes der Demokratie erfährt, was hinter geschlossenen Türen geschieht? Und können uns die Erfahrungen von Forschern und Journalisten in autoritären Systemen dabei helfen?
Kurze Pause
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15 Uhr: Dr. Regula Stämpfli, Politphilosophin, Bestsellerautorin und Podcasterin, München
Journalismus oder Kontrollverlust? – Medien im Zeitalter von Codes und Diskurs
Demokratie lebt nicht von abstrakten Werten, sondern von funktionierenden Kontrollpraktiken. Journalismus ist kein moralisches Beiwerk der Politik, ist auch nicht zuständig für codierte Narrative oder „bessere“ politische Positionen, sondern funktioniert eigentlich nur als permanente Zumutung. Wo Recherche ausgedünnt wird, wo Geld, Zeit, Personal und rechtliche Durchsetzung fehlen, entstehen blinde Flecken vor Ort – in der Wirklichkeit –, dort, wo Journalismus greifen müsste, statt ideologisch auf Schulzimmerniveau Klatsch weiterzuverbreiten. Der Journalismus hat eine grosse Verantwortung – und genau diese verloren. Deshalb explodieren später Skandale, Katastrophen und politische Vertrauensverluste. Der Fall Crans-Montana zeigt exemplarisch, dass Sparen an Medien nicht neutral ist, sondern ein systemischer Kontrollverlust, der Staat, Öffentlichkeit und Recht gleichermaßen betrifft – und entsetzlicherweise fürchterliche Unglücke produziert.
Open End – an der Bar?
Die Platzzahl ist raumbedingt begrenzt. Unbedingt anmelden! -> KLICK
